Wandern: Mit der richtigen Vorbereitung und Ausrüstung

Wanderausflug planen
Wanderausflug, Foto: pixabay.com

Wandern liegt im Trend – doch wie bereite ich mich gesundheitlich und ausrüstungstechnisch am besten vor? Was ziehe ich an, und was nehme ich mit? Grundsätzlich sind Ort und Dauer der Wanderung zwei wesentliche Faktoren. Doch auch unabhängig davon gibt es einige Grundregeln für Bekleidung, Schuhe, Rucksack und Co., die Wanderer bei ihrer Planung berücksichtigen sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Laufen liegt in der Natur des Menschen – Wandern kann jeder, und das ganz ohne Unterricht oder spezielle Sportgeräte. Trotzdem sollte jede Wandertour gut vorbereitet sein. Bei der Planung der Route zählt vor allem die Schwierigkeitsstufe, die auf die Teilnehmer individuell angepasst sein sollte. Wer mit Kindern reist, sollte eine Tour wählen, die Schwindelfreiheit und Trittsicherheit bietet. Die eigene Fitness darf dabei nicht überschätzt werden - lieber mit kurzen, nicht allzu anspruchsvollen Strecken beginnen und im Zweifelsfall vor Tour Anbruch den Arzt konsultieren. Bei Mehrtagestouren sollte vorher die Übernachtungsmöglichkeit geklärt sein. Gerade zu Ferienzeiten können Hütten und Unterkünfte bereits ausgebucht sein. Ins Gepäck gehört in den meisten Fällen auch ein Schlafsack. Dauert die Tour länger als einen Tag, gilt selbst für erfahrene Wanderer: Die richtige Ausrüstung ist ein Muss.  

Das A und O: Die richtige Wanderbekleidung

Sobald die Route und das Datum stehen, sollte die Kleidung an die Wettervorhersage angepasst werden. Gerade in den Bergen jedoch können Wetterumschwünge abrupt auftreten. Besonders praktisch erweist sich daher das „Zwiebelprinzip", bei dem mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander getragen werden und der Wanderer somit schnell auf Temperaturumschwünge reagieren kann. Wanderkleidung also lieber eine Nummer zu groß als zu klein gekauft werden. Die richtige Wanderbekleidung liefert Schutz vor Kälte, Hitze, Wind und Regen, bietet ein angenehmes Körperklima, ist wasserdicht, nicht allzu schwer, aber robust. Das wichtigste Utensil des Wanderers jedoch ist geeignetes Schuhwerk. Die Wanderschuhe müssen perfekt passen - und zwar bereits im Laden. Wie die genauen Anforderungen an sie aussehen, hängt davon ab, wie oft, wie weit und wo sie zum Einsatz kommen. Grundsätzlich jedoch sollten sie außen fest und innen weich sein. Wer bei den Schuhen spart, spart an der falschen Stelle. Man sollte sich beim Kauf daher unbedingt vom Spezialisten beraten lassen. Sobald die Wahl auf ein bestimmtes Paar gefallen ist, müssen die Schuhe eingelaufen werden, selbst zu Hause oder bei kurzen Gängen. Ähnlich hohe Anforderungen werden auch übrigens an die Socken gestellt. Pflicht sind Strümpfe aus Fasern, die Feuchtigkeit aufnehmen. Ansonsten sind Blasen vorprogrammiert.

Rucksack und Inhalt müssen stimmen

Genauso wichtig wie die richtige Vorbereitung und die richtige Kleidung ist ein gut passender Rucksack. Er sollte der Länge der Tour angepasst sein. Für eine Eintageswanderung reicht ein 30-Liter-Rucksack. Bei mehreren Tagen Wanderschaft muss der Rucksack entsprechend größer sein. Mehr als 16 Kilogramm sollte er jedoch nicht wiegen. Der Fachhandel bietet anatomisch geformte Rucksäcke mit gepolsterten Schultergürteln, größenverstellbaren Tragriemen und einem System zur Rückenbelüftung. Sie beugen Rückenschmerzen vor und sorgen dafür, dass sich der Wanderer auf seiner Tour vollends auf die Natur konzentrieren kann.

Selbst wer nur einen Tag wandert, sollte sich vorher genau überlegen, was er in seinen Rucksack packt. Mit ins Gepäck gehören auf jeden Fall Regen- und Sonnenschutz, ein kleines Handtuch, eine kleine Reiseapotheke mit Heft- und Blasenpflastern, einer Mullbinde, Jodtinktur und einer Pinzette, Anti-Mückenlotion, Fuß-Schutzcreme mit Zinkoxid und Hirschtalg, eine Wanderkarte und ein Handy für den Notfall. Zudem sollten Wanderer immer besonders darauf achten, dass sie genug zu trinken dabei haben, um Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Mindestens ein Liter Wasser pro Person sollte der ständige Begleiter sein. Als Proviant erfüllen Obst, Gemüse und belegte Brote ihren Zweck. Der gute alte Müsliriegel hat ausgedient.